Funktion · Vertragsmodelle

Vertragsmodelle für Musiklehrer — Pauschale, Stundenpaket oder pro Stunde

Drei Modelle, pro Schüler frei wählbar — und jederzeit wechselbar, ohne dass du eine bestehende Rechnung neu schreiben musst. Notenzimmer kennt alle drei und rechnet entsprechend ab.

Modell A: Pauschale Modell B: Stundenpaket Modell C: Pay-per-Lesson

Notenzimmer-Vertragsübersicht: pro Schüler ein Vertrag mit Modell A, B oder C, Status, Beitrag und Laufzeit

01 Modell A

Modell A: Monats-Pauschale — verlässlich für Lehrer und Eltern

Die Pauschale ist das klassische Modell für Musiklehrer in Deutschland — der Schüler bezahlt jeden Monat den gleichen Betrag, unabhängig davon, ob in dem Monat vier oder fünf Stunden stattfinden, ob Ferien dazwischen liegen oder ob mal eine Stunde wegen Krankheit ausfällt. Du sicherst dir damit ein planbares Einkommen, die Eltern haben planbare Ausgaben.

Ausfall-Regelungen legst du im Vertrag fest und sie bleiben fair: Notenzimmer empfiehlt die in Musikschul-Verträgen übliche Regelung „pro Schuljahr werden N Stunden geschuldet, die in 12 Monatsraten bezahlt werden". Ferien sind dann automatisch eingepreist, du musst keinen Ferien-Abschlag rechnen. Du kannst aber auch eine andere Logik hinterlegen — z.B. 10 Monatsraten ohne Sommer-Pauschale, wenn du in den großen Ferien generell pausierst.

Die Rechnung läuft bei Modell A jeden Monat automatisch mit dem vereinbarten Pauschalbetrag — egal wie viele Stunden konkret gehalten wurden. Krank-Markierungen im Anwesenheits-Protokoll ändern den Betrag nicht, du siehst sie aber im Verlauf, falls du eigenständig eine Nachholstunde organisieren willst.

02 Modell B

Modell B: Stundenpaket — der Schüler kauft 10 Stunden im Voraus

Das Stundenpaket (manchmal auch „Stundenkontingent" oder „10er-Karte" genannt) passt für Schüler, die nicht in einem festen Wochenrhythmus üben können — Erwachsene mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, Schüler mit Schichtdienst der Eltern, oder Erwachsene, die Klavier als Hobby haben und einfach nach Gefühl Stunden buchen wollen. Der Schüler bucht ein Paket im Voraus (typisch 10 Stunden) und ruft sie nach und nach ab.

Notenzimmer führt für jedes Paket einen Stunden-Counter: bei jeder als „anwesend" oder „unentschuldigt" markierten Stunde wird der Counter um eins reduziert, bei „krank" oder „entschuldigt" bleibt er stehen — die Stunde geht also nicht verloren, wenn das Kind wirklich krank war. Sobald das Paket leer ist, bekommst du eine Erinnerung, dass ein neues Paket gebucht werden sollte; gleichzeitig kann der Schüler oder das Elternteil im Eltern-Portal sehen, wie viele Stunden noch übrig sind.

Die Rechnung bei Modell B läuft nicht monatlich-automatisch, sondern nur dann, wenn ein neues Paket gebucht wird — pro Paket eine Rechnung über den vollen Paketpreis. Das ist der wesentliche Unterschied zu A und C: bei B steuerst du den Rechnungs-Zeitpunkt, weil der Anlass das neue Paket ist, nicht der Monatswechsel.

03 Modell C

Modell C: Pay-per-Lesson — abgerechnet wird, was tatsächlich stattfand

Pay-per-Lesson ist das fairste Modell für den Schüler und das risikoärmste für dich, wenn die Termine schwer planbar sind. Es funktioniert wie ein laufendes Konto: jede gehaltene Stunde wird gezählt, am Monatsende summiert Notenzimmer alle als „anwesend" oder „unentschuldigt" markierten Stunden des Vormonats und schreibt eine Rechnung über genau diese Anzahl mal Stundensatz.

Krank-Stunden („krank" oder „entschuldigt") werden bei C nicht berechnet — das ist die Voreinstellung, die du pro Schüler überschreiben kannst, falls ihr eine andere Vereinbarung habt (manche Lehrer berechnen jede angesetzte Stunde, sofern nicht 24 Stunden vorher abgesagt wurde — auch das lässt sich abbilden). Die Logik gilt symmetrisch: hat der Lehrer abgesagt, taucht die Stunde nie in einer Rechnung auf, weil sie als „lehrerseitig ausgefallen" markiert ist.

Die Rechnung bei Modell C läuft monatlich-automatisch am vereinbarten Versand-Tag — anders als bei A nicht mit dem festen Pauschalbetrag, sondern mit der tatsächlich gehaltenen Stunden-Summe. Die Detail-Aufstellung steht auf dem PDF: Datum, Dauer, Status pro Stunde, dazu die Gesamt-Summe.

04 Vertrag pflegen

Vertrag wechseln, pausieren oder beenden — ohne Rechnungs-Chaos

Verträge sind nicht in Stein gemeißelt. Du kannst pro Schüler jederzeit das Modell wechseln — typischer Anlass: ein Schüler steigt aus dem Stundenpaket auf eine Monats-Pauschale um, weil er regelmäßiger spielt; ein Erwachsener wechselt von Pauschale auf Pay-per-Lesson, weil er beruflich mehr reist. Die Änderung greift ab dem nächsten Abrechnungszeitraum, bereits gestellte Rechnungen bleiben unverändert — das ist wichtig, weil § 14 UStG keine nachträglichen Änderungen an ausgestellten Rechnungen erlaubt.

Pause statt Kündigung ist ebenfalls vorgesehen: Sommerpause, längere Krankheit, Elternzeit-Pause auf Schüler-Seite. Du legst einen Pausen-Zeitraum fest, in dem Notenzimmer keinen automatischen Stundenplan-Eintrag macht und keine automatische Rechnung erzeugt. Nach der Pause läuft der Vertrag automatisch weiter, ohne dass du ihn neu anlegen musst.

Wenn der Vertrag wirklich endet, gibst du das End-Datum ein — bis dahin laufen Stundenplan und Rechnung normal weiter, danach wird der Schüler auf „inaktiv" gesetzt. Alle bisherigen Rechnungen, Stunden-Protokolle und Stücke-Listen bleiben aber im Archiv erhalten, damit du sie für den Steuerberater oder eine spätere Bescheinigung noch parat hast.

05 Rechnung

Welches Modell du wählst, bestimmt die Rechnungs-Logik

Der Vertrag ist das Herz der Abrechnung — alles andere hängt daran. Notenzimmer entscheidet aufgrund des gewählten Modells, wann eine Rechnung entsteht und was draufsteht:

  • Modell A (Pauschale): automatisch monatlich, fester Betrag, unabhängig von tatsächlichen Stunden.
  • Modell B (Stundenpaket): manuell pro Paket, voller Paket-Preis als Einmal-Rechnung.
  • Modell C (Pay-per-Lesson): automatisch monatlich, Betrag richtet sich nach gezählten gehaltenen Stunden.

Auf der Rechnung selbst sieht der Schüler immer eine nachvollziehbare Leistungs-Beschreibung — bei A z.B. „Klavierunterricht im Monat April 2026 (Pauschale)", bei B „10er-Stundenpaket Klavierunterricht, gebucht am 12.04.2026", bei C eine Auflistung „Klavierunterricht April 2026, 4 × 30 Min". Die zugrundeliegende Steuer-Behandlung (Kleinunternehmer, § 4 Nr. 21 oder Regelbesteuerung) ist davon unabhängig und kommt aus deinem Profil — Details dazu auf der Seite Automatische Honorarrechnungen.

Du kannst pro Schüler ein anderes Modell wählen — ein Schüler auf A, drei auf C, zwei auf B ist völlig normal und führt zu keinerlei Konflikt. Notenzimmer behandelt jeden Vertrag eigenständig, und die Rechnungs-Reihe mit lückenlosen Nummern läuft gemeinsam über alle Schüler und Modelle.

FAQ Häufige Fragen

Häufige Fragen zu den Vertragsmodellen

Welches Modell passt für die meisten Schüler?

In der Praxis ist Modell A (Pauschale) am häufigsten — vor allem für Kinder mit festem Wochentermin, weil die Eltern planbar wirtschaften können und du planbares Einkommen hast. Modell C (Pay-per-Lesson) ist die zweitbeliebteste Variante, oft bei Erwachsenen. Modell B (Stundenpaket) ist die Nische — meist für Erwachsene, die unregelmäßig kommen und keinen Monats-Vertrag wollen. Du musst nichts festlegen: pro Schüler entscheidest du frei, und alle drei dürfen parallel in deiner Schüler-Liste sein.

Kann ich das Modell mitten im Schuljahr wechseln?

Ja. Du änderst das Modell im Vertrag, gibst ein Datum an, ab dem die neue Regelung gilt, und ab diesem Datum läuft die neue Logik — Stundenplan-Einträge, Anwesenheits-Bewertung und Rechnungs-Erzeugung. Bereits gestellte Rechnungen für den vorherigen Zeitraum bleiben unverändert (das ist § 14-UStG-Pflicht). Falls ein Wechsel mitten in einem Abrechnungs-Monat liegt, schlägt Notenzimmer dir eine Übergangs-Rechnung vor, die die zwei Hälften korrekt aufteilt.

Was passiert mit dem Vertrag in den Schulferien?

Stundenplan-mäßig werden Ferien für alle 16 Bundesländer automatisch aus dem Wochen-Termin herausgerechnet — siehe Stundenplan. Beim Vertrag selbst hängt es vom Modell ab: bei Modell A läuft die Pauschale weiter (Ferien sind in der Jahres-Stunden-Rechnung üblicherweise schon eingepreist), bei B passiert nichts (es wird nur abgebucht, was Du wirklich hältst), bei C ist die Rechnung automatisch null oder sehr klein, wenn keine Stunden stattfanden. Du musst nichts manuell pausieren.

Brauche ich einen schriftlichen Vertrag, oder reicht Notenzimmer?

Notenzimmer verwaltet die Daten deines Vertrags (Modell, Beträge, Laufzeit, Ausfall-Regelungen), ist aber kein Ersatz für einen unterschriebenen Vertrag zwischen dir und dem Schüler bzw. dessen Eltern. Wir empfehlen, ein kurzes Vertragspapier zu unterschreiben — Notenzimmer enthält keinen Vertragstext-Generator, weil das Vertragsrecht zu sehr von Einzelfällen abhängt und wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Kann ich für Geschwister einen gemeinsamen Vertrag anlegen?

Notenzimmer legt pro Schüler einen eigenen Vertrag an — auch bei Geschwistern. Das hat zwei Gründe: Erstens kann das Modell pro Kind unterschiedlich sein (älteres Kind Pauschale, jüngeres Pay-per-Lesson). Zweitens braucht jedes Kind eine separate Rechnung mit eigenem Schüler-Namen auf dem PDF, auch wenn die Empfangs-Adresse identisch ist. Eltern bekommen dann pro Monat eine Sammel-E-Mail mit beiden PDFs als Anhang, statt zweier getrennter E-Mails.

Was passiert, wenn ich einen Vertrag kündige — bleiben die Daten?

Wenn ein Vertrag endet, wird der Schüler auf „inaktiv" gesetzt; alle bisherigen Daten (Stunden-Protokolle, Rechnungen, Hausaufgaben, Stücke-Liste) bleiben aber dauerhaft in deinem Konto erhalten — das ist sowohl wegen § 147 AO (10 Jahre Aufbewahrungspflicht für Rechnungen) als auch praktisch sinnvoll, falls der Schüler später eine Teilnahme-Bescheinigung braucht oder doch wieder Unterricht nimmt. Du kannst inaktive Schüler aus der Hauptliste ausblenden, ohne dass etwas gelöscht wird.

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